Marktforschung in Deutschland
Deutschlands wohlhabende und technologisch leistungsfähige Wirtschaft – die 5. größte der Welt – hat sich in eine der am langsamsten wachsenden Wirtschaften innerhalb der Eurozone gewandelt. Ein schneller Wandel scheint sich in naher Zukunft nicht abzuzeichnen. Das Wachstum von 2001 bis 2003 blieb unter der 1%-Marke und stieg erst 2004 auf 1,7%.
Die Modernisierung und Integration der ostdeutschen Wirtschaft ist und bleibt ein aufwendiger und langfristiger Prozess, wobei sich die jährlichen Transferzahlungen von West- nach Ostdeutschland auf annährend 70 Milliarden US$ belaufen. Deutschlands überalterte Bevölkerung, gekoppelt mit hoher Arbeitslosigkeit, hat die Ausgaben für sie soziale Absicherung bis zu einem Punkt in die Höhe getrieben, der die Abgaben der Arbeitnehmer bei weitem übersteigt. Die Strukturstarrheit auf dem Arbeitsmarkt – inklusive strenger Regulationen bezüglich Kündigungsschutz und Gehälterfestlegung auf nationaler Basis – machte Arbeitslosigkeit zu einem chronischen Problem.
Firmenumstrukturierungen und ein wachsender Kapitalmarkt könnten die Grundlagen dafür sein, dass Deutschland die langfristigen Aufgaben wie Integration und Globalisierung der europäischen Wirtschaft erfüllen kann, besonders, wenn die Starrheit des Arbeitsmarktes weitere Verbesserungen erfährt. Auf kurze Sicht jedenfalls haben der Rückgang der Staatseinnahmen und der Anstieg der Ausgaben des Staatsdefizit über die 3%-Grenze gehoben, die von der EU vorgeschrieben ist.







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