Marktforschung in Mazedonien
Mit der Unabhängigkeit im September 1991 war Mazedonien mit einer Produktion von nur 5% des gesamten staatlichen Outputs an Güter und Dienstleistungen das am wenigsten entwickelte Land der jugoslawischen Republik. Der Zusammenbruch Jugoslawiens beendete die Transferzahlungen der Zentralregierung und eliminierte Vorteile der Mitgliedschaft in einer de facto freien Handelszone. Eine fehlende Infrastruktur, UN Sanktionen an das verkleinerte Jugoslawien, einem seiner größten Märkte, und ein griechische Wirtschaftsembargo über einen Disput bezüglich der offiziellen Landesbezeichnung und der Flagge verhinderte bis 1996 ein wirtschaftliches Wachstum.
Bis zum Jahr 2000 konnte das BIP jedes Jahr kontinuierlich wachsen. Allerdings wurde das Engagement der Landesführung für wirtschaftliche Reformen, freien Handel und regionale Integration im Jahr 2001 durch den ethnischen Aufstand der Albaner untergraben. Die Wirtschaft schrumpfte um 4,5% aufgrund eines sinkenden Handels, zeitweiser Grenzschließungen, steigender defizitärer Ausgaben für die Sicherheit und der Unsicherheit der Investoren. In 2002 erholte sich das Wachstum auf 0,9% und konnte über die nächsten Jahre weiter wachsen: 3,4% in 2003, 4,1% in 2004 und 3,7% in 2005.
Mazedonien konnte die makroökonomische Stabilität mit einer niedrigen Inflation aufrecht erhalten, allerdings mangelt es noch an einer regionalen Attraktivität für ausländische Investitionen genauso wie bei einem sehr zurückhaltenden Jobwachstum. Dem Land wird ein grauer Markt in der Größenordnung von 20% des BIP zugesagt, der allerdings statistisch nicht erfaßt wird.







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